SixtyThree Custom T-Type Black

Der Recky betreibt ein kleines Gourmet-Restaurant und ist auch sonst ein rechter Feinschmecker. Und so wollte er zu seinem Tele-Hals einen schönen Body samt passender Hardware, damit wir ihm daraus einen feine Gitarre machen.

Und da der Mann auch noch relativ stilsicher ist, war schwarz mit double Binding sofort die bevorzugte Optik.

Und damit das dann auch gut klingt haben wir holztechnisch auf einen einteiligen Swamp Ash Body gesetzt, so schaut er aus:

Die Crackles im Lack waren wieder mal sehr authentisch bei MJT ausgeführt, das dezente Aging hab ich dann doch lieber selbst übernommen. In Rücksprache mit Recky sah das dann am Ende so aus:

Hardware und Pickguard wurden dazu passend gealtert, so sind die Metallteile zwar angelaufen, aber nicht verrostet. Sehr dezent alles.

 

Als Pickups hat er sich das 63er Set vom David Barfuss ausgesucht, GUTE WAHL!

 

Das war ein feiner Hals, und zusammen mit den anderen Bauteilen ist wieder ein excellentes Instrument entstanden. Die Gitarre ist mit knapp über 3kg superleicht, schwingt wie verrückt und ist ohne Verstärker schon sehr laut.

Am Amp gehts dann richtig los, und die Barfuss Tonabnehmer schaffen eine ausgezeichnete Balance zwischen Twang und Rock, ganz ohne schneidende Höhen oder matschige Bässe.

Moin Captain,

 
nur ne kurze Rückmeldung, bevor Du Dich in die Weihnachtspause verabschiedest. Die Tele ist wohlbehalten angekommen und GENAU das, was ich erwartet habe!
Kosmetisch hast Du einen klasse Job gemacht. Die Tele sieht authentisch alt aus, aber - wie gewünscht - nicht so, als hätte sie die Zeit von '62 bis '68 neben ihrer Funktion als Gitarre auch als Waffe bei Kneipenschlägereien gedient und danach 45 Jahre auf dem Grunde des Bodensees verbracht. Sie sieht vielmehr so aus, als wäre sie seit 1962 gut gespielt und pfleglich behandelt worden. Top!
 
Aber viel wichtiger: Sie klingt einfach verdammt gut! Das Resultat einer nicht nur gesunden, sondern geradezu florierenden Mischung aus gutem Holz, guter Hardware und gutem Handwerk. Der Body ist superleicht, aber solide, nicht zuletzt dank der Tatsache, dass ich das unverschämte Glück hatte, einen einteiligen zu erwischen. Die Barfuss-PUs bringen in Verbindung mit dem Body an der Bridge diesen furztrockenen James-Burton-Twang, also nicht zu knallig, sondern elegant, in der Mittelstellung puren Steve-Cropper-Sound. Auch der Neck-PU klingt ausgewogen und relativ schlank. Um genau zu sein: ich hab noch nie eine Tele gespielt, bei der alle PUs derart gut zu gebrauchen sind. Alles in allem die beste Tele, die ich je gespielt habe. (Und das waren ne Menge!)
 
Also, nochmals vielen Dank und frohe Weihnachten!
 
Viele Grüße
Recky
 
Und dann nochmal, drei Wochen später:
 
Moin Captain,
 
die Captain T-Type gefällt mir von Tag zu Tag besser. So ne Gitarre gibt es wirklich nicht mehr von der Stange. Ich habe bestimmt 25 Jahre nach einer RICHTIG guten Tele gesucht. Als ich in den 90ern in England gelebt habe, war ich Stammgast in vielen Vintage-Läden, ebenso war ich oft in Amerika auf der Suche (da habe ich einmal Prince in einem Laden getroffen, der mir ne Paisley-Tele vor der Nase weggekauft hat...), und hab immer nur maximal mittelmäßige Tellies gefunden. Zwei habe ich damals gekauft; die bessere davon ist mir auf Tour in England geklaut worden. Irgendwann habe ich es aufgegeben, obwohl ne Tele eigentlich "meine" Gitarre ist. Und Heilige-Gral-Teles waren schon damals teuer; heute sind sie unbezahlbar. Halt! Stimmt nicht!!! Der Captain baut nämlich solche Gitarren! Gut, dass ich mich noch mal mit dem Thema beschäftigt und mich auf die Suche gemacht habe.
Und bei der Authentizität und dem günstigen Preis müsstest Du eigentlich noch drei Leute einstellen und die Gitarren in höheren Auflagen verkaufen können.
 
Viele Grüße
Recky