Captain SRV Amp

Eine richtigen SRV-Amp zu bauen stand schon lange auf unserer Agenda. Aber wie soll der aussehen? Eine exakte Kopie des 64er Vibroverb mit den Cesar Diaz Mods? Eigentlich ja, aber ein bisschen mehr Gain wär nicht schlecht. Und ein Bias-Tremolo ist einfach schöner als das mit dem Optokoppler. Und Reverb auf beiden Kanälen wär doch klasse, dann kann man auch beide verwenden.

Und warum hat der Vibroverb eigentlich keinen Mitten-Regler?

Und wenn wir schon dabei sind: Ein Master wär schon gut, denn bis der Amp ordentlich arbeitet sind die 40Watt mächtig laut.

Die Cesar Diaz Mods brauchen wir natürlich auch, aber nur insoweit sie Sinn machen. Den Gain Boost durch das abgeklemmte Tremolo haben wir sowieso, denn wir bauen ein Bias-Tremolo ein.

Bleibt die Umschaltung der Kathoden-Kondensatoren, das muß natürlich rein um den SRV-Sound zu erreichen (Cesar). Dazu haben wir noch einen zweiten Schalter eingebaut mit dem die Ansatzfrequenzen der Klangregelung verschoben werden (Shift).

So entstand ein sehr flexibler Amp, perfekt im Bandgefüge oder auch für Zuhause.

Um den Amp noch knackiger zu machen haben wir einen High/StBy/Lo Schalter an die Rückwand gebaut. Im High-Mode wird die Gleichrichtung von Dioden übernommen, der Amp hat ein bisschen mehr Headroom und wird knackiger im Attack. Wer den puren Blues-Sound möchte wählt die Low-Stellung. Hier arbeitet wie gewohnt eine Gleichrichterröhre und erzeugt diese Kompression, die den Ton beim Anschlag leicht einbrechen und im Ausklang so schön aufblühen läßt.

 

Natürlich verwenden wir wie immer Mercury Magnetics Trafos, da gibt es immer noch keine Alternative, die klingen einfach am besten.

Bleibt die Speaker-Frage, und die hat uns wirklich lange beschäftigt.

Natürlich haben wir als erstes einen JBL D130F eingebaut, aber das Ergebnis war  ernüchternd. Das klingt nicht nach Stevie. Zu pappig und zu schrill, besonders mit einem Zerrer davor. Ein Altec Lansing 418B aus meiner Schatzkammer klang sensationell, aber die Speaker sind so rar dass man kaum einen auftreiben kann. Diverse alte Celestion, Eminence und Electro Voice brachten auch nicht das gewünschte Ergebnis, erst der JBL K130 (der Nachfolger des D130) hatte endlich die gewünschte Wärme, den Druck und die Differenziertheit, die wir gesucht haben.

Als Alternative haben wir noch einen Celestion G15 V-Type ausprobiert weil uns ja der 12" V-Type so gut gefällt.

Und siehe da, Volltreffer!!

Ein sensationeller Speaker, stabil in den Bässen, reichlich Mitten und keine kratzenden Höhen. Nach dem Captain Speaker Shakedown war er noch besser, geschmeidiger in den Bässen und noch seidigere Höhen. Das ist der Standard-Speaker für den Captain SRV, JBL oder Altec gibts als Option.

 

Und hier der beste Freund des SRV, ein 81er TS808.

Echt irre, wie diese Kombination klingt!!!

 

Technische Daten Captain SRV Amp

Vollröhrenverstärker in Class AB

Leistung:

ca. 40Watt aus zwei TAD 6L6WGC-STR

Maße:

64cm x 52cm x 27cm

Gewicht:

ca. 26,5kg (mit Celestion G15V)

Effekte:

Federhall und Bias-Tremolo mit Fußschalter

Röhrengleichrichtung:

GZ34

Vorstufenröhren:

4x 12AX7

2x 12AT7

Speaker:

Celestion G15V-100

incl. 72hrs Captain Speaker Shakedown

Gehäuse:

Pine (Kiefer) fingerverzahnt

Bezug:

Black Tolex mit Silver Grillcloth

Frontplatte:

Blackface Style mit Potiknöpfen Black and Chrome mit Ziffern 1 - 10

Regler Channel1: Bright Switch, Volume, Treble, Bass
Regler Channel2: Bright Switch, Volume, Treble, Middle, Bass
Für beide Kanäle: Reverb, Speed, Intensity, Master

Rückseite: High (Diode) /Stby/ Low (Tube Rectifier), Cesar, Shift

 

Preis: ab 3057,- Euro

 

Optionen:

- JBL K120 Speaker 127,- Euro

- Altec Lansing 418B Speaker auf Anfrage

- Tolex/Frontbespannung nach Wahl 97,- Euro

- Captain Power Soak

- Captain Custom Tolex

- Fender® Tilt Back Legs incl. Montage  87,- Euro

- Light Aging Tolex/Metallteile/Front/Griff  107,- Euro

- Heavy Aging Tolex/Grillcloth/Metallteile/Front/Griff  167,- Euro

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