Captain Mods

Einige Beispiele für sinnvolle Modifikationen an alten und neuen Verstärkern:

  • NEW: Marshall JVM410 AntiGain Mod
  • Marshall 1992 LEM Mod
  • Fender Tweed Bassman Mod
  • Fender Silverface Mod
  • Marshall 1987X Ulli Mod
  • Fender Blues Junior Mod
  • VOX Nighttrain Mod
  • Marshall Class5 Mod
  • Fender Pro Junior Mod
  • Koch MultitoneII Mod
  • Captain Tube Rectifier Emulation [CTRE]

 

 

Marshall JVM410 AntiGain Mod

Eigentlich Wahnsinn! Wer bitte braucht soviel Gain?

Ich steh ja schon auf ein böses Rockbrett, aber da muß doch noch ein bisschen Dynamik drin sein!

Für meinen Geschmack hat der JVM410 auf jeden Fall zuviel des Guten. Das meinte auch der Christian von Coverboy.

Also hab ich ihm die Verstärkung in den OD1 und OD2 settings reduziert. Etwas mehr bei Gelb und Rot, aber auch ein bisschen bei Grün.

Damit kann man den Gainregler in diesen Kanälen jetzt deutlich über 0,5 aufdrehen ohne daß gleich alles quietscht und pfeift.

Ganz nebenbei verbessert sich das (ohnehin kritische) Nebengeräuschverhalten und der Ton wird weicher und runder. So mag ich das!

 

Preis: ab 80,- Euro (incl. MwSt)

 

 

Marshall Lemmy "Murder One" 1992LEM Mod

Für alle die keinen der auf 250 Stück limitierten Serie der "Murder One" Amps abgekriegt haben (oder denen er einfach zu teuer war) gibts hier die 1992LEM Captain Mod.

Exakt nach den Vorgaben des Originals werden 1959 Reissues oder auch 1992 oder 1959 jeden Baujahrs auf Lemmys Sound getrimmt.

 

Preis: ab 140,- Euro (incl. MwSt.)

 

 

 

Fender Tweed Bassman Mod

So wird der Tweed Bassman wie er sein soll:

Leider kein ganz billiges Vergnügen, die drei Eisenklötze kosten 429 Euro, der Einbau incl. Inspektion nochmal 125 Euro (incl. MwSt). Aber dann brennt die Hütte!!

Das Ding bekommt eine Dynamik und einen Ton, einfach unglaublich!!

Zusätzlich wurde der Netzschalter durch einen Kombischalter Für Power und StandBy ersetzt und in die freie Stelle in der Frontplatte ein PPIMV eingebaut.

PPIMV heißt auf neudeutsch Post PhaseInverter Master Volume, der sitzt direkt vor den Gittern der Endstufenröhre und beeinflußts den Ton nur minimal. Voll aufgedreht ist er quasi garnicht da ;)

 

 

Und hier der Kommentar vom Fabi:

Hab heute mal ausgiebig meinen Bassman LTD, den 66er Bassman und auch meinen Super Reverb getestet. Der LTD ist ja unglaublich geworden. Also, der Austausch der Trafos war echt nötig. Der hat sich um 180 Grad gedreht. So ein geiler Amp jetzt! Er ist dem Super Reverb ähnlicher geworden, was die Perligkeit und dem Fenderton angeht. Aber einfach viel rauher und dreckiger. Laut, straff, direkt, dynamisch und einfach nur genial!!! Wirklich ein absolut toller Verstärker mit dem man sehr viel anfangen kann. In der Soundqualität kann er da mit meinen anderen mithalten! UND: Wenn ich ihn mit meinem Super Reverb bei gleicher Lautstärke fahre, hört man beide gleich gut heraus! Das gibt meinem Sound ein anderes Bild! Das war vorher nicht der Fall! Sensationell. Man hätte vorher nachher Aufnahmen machen sollen!
Das müsste sich Fender mal anhören! So wird das gemacht! Wenn der Bassman LTD ab Werk so klingen würde, dann wäre das sicher ein Verkaufsschlager! Aber selber schuld;-)
Super Sache. Auch das mit dem Mastervol ist sensationell! Ich krieg ihn nun schön hin, so wie ich es will!


Insgesamt bin ich wieder super zufrieden und vor allem happy! Deine Arbeit ist echt super und du weißt einfach, was Sache ist und was Du tust!
Ich freu mich jetzt schon wieder auf den nächsten Besuch.


Viele viele Grüße und danke fürs Umbauen!!!!!!!!!!!!

Fabi





Fender Silverface Modifikation (1975 - 1981)

1968 endete die Blackface Ära bei Fender und die Silverface Verstärker kamen auf den Markt. Bei einigen Amps blieb die Schaltung noch ein paar Jahre unverändert, aber früher oder später wurden alle Modelle überarbeitet und der so beliebte Blackface Sound war gestorben.

Noch schlimmer kam es dann Mitte der siebziger Jahre als nach dem Master Volume Regler auch noch die Ultralinearschaltung Einzug hielt und die Leistung auf 70 bzw 135 Watt anstieg.

Während man die frühen Silverface Modelle von 1969 bis ca. 1975 relativ einfach zur beliebten Blackface Schaltung umbauen kann (siehe Super Reverb Blackfacing) ist es mit den späten Amps ein bisschen schwieriger, aber nicht unmöglich.

Mein 77er Pro Reverb hat folgend Modifikationen erhalten:

  • Endstufe auf 50W zurückgebaut und Gegenkopplung angepasst
  • Master Volume entfernt, stattdessen PPIMV (PostPhaseInverterMasterVolume) eingebaut und
  • Pull Boost Schalter entfernt (klingt eh schrecklich)
  • Output Tubes Matching auf richtige Biaseinstellung umgebaut
  • Phasendreher auf Blackface Specs umgerüstet
  • Netzteil angepasst

Damit ist der Pro schon viel geschmeidiger im Ton, ist nicht mehr so harsch und hat mehr Dynamik.

 

Zusätzlich hab ich ihm noch zwei weitere 'Zuckerl' spendiert:

  • Reverb und Tremolo auf beiden Kanälen
  • Lead Mod für den Normankanal mit Mid Boost Switch anstelle des Bright Switch

Damit hat man zwei unterschiedliche Kanäle, beide mit Effekten.

Der Normalkanal hat jetzt mehr Gain und mehr Mitten und erzeugt einen schön bluesigen Crunch Sound der mit dem Poti an der Gitarre geregelt werden kann.

Und jetzt kommts:

Die komplette Modifikation incl. Inspektion kostet nur 165,- Euro! (incl. MwSt)

Zusätzlich Reverb und Tremolo auf beiden Kanälen: 25,- Euro (incl. MwSt)

Zusätzlich Lead Mod mit Mid Boost für Normalkanal: 50,- Euro (incl. MwSt)

 

Das gilt für alle 70W (Pro- / Super- / Bandmaster Reverb) und 135W Amps (Twin- / Quad- / SuperSix- / Vibrasonic- und Dual Showman Reverb und auch für den Bassman)

 

Komm vorbei und hör Dir meinen Pro Reverb an, so kann Dein Amp auch klingen!

Marshall 1987X Ulli Mod

Reissue Marshall mit folgenden Modifikationen:

  • Gainmodifikation für reichlich Crunch
  • Gainboost über Fußschalter
  • Master Volume
  • Triode-Pentode Leistungsreduzierung
  • Bass Boost in der Vorstufe
  • Anpassung der Klangregelung
  • High Cut in der Endstufe
  • Serieller einschleifweg

Dieser Amp wurde in mehreren Sitzungen genau an Ullis Soundvorstellungen angepasst.

Preis: ca. 290,- Euro (incl. MwSt)

Fender Blues Junior

  • Um den Blues Junior frührer in die Endstufensättigung zu bringen empfehle ich eine Leistungsreduzierung mittels Pentoden-/ Triodenschalter.
  • Eine NOS General Electrics 5751 bringt das Gain ein bisschen runter und macht den Ton wärmer und voller
  • Die Taiwanesischen HV-Elkos im Netzteil werden durch hochwertige Bauteile ersetzt, das bringt einen strafferen Ton und stabile Bässe bei höheren Lautstärken

Der Umbau kostet incl. Inspektion ca. 175,- Euro (incl. MwSt)

 

Der Gleiche Umbau funktioniert auch an einem Fender Pro Junior.

VOX Nighttrain

Der kleine Nachtzug ist ein guter Amp in der 18W-Klasse, der mittels eines Bright/Thick Schalters im Gain geboostet werden kann.

Der Umbau macht diese Funktion per Fußschalter fernsteuerbar. Anstelle des Kippschalters wird eine LED, die den Thick Modus optisch anzeigt, in die Frontplatte eingesetzt.  Eine 6,3mm Klinkenbuchse für den Fußschalter (im Preis inbegriffen) wird an der Rückwand montiert.

 

Preis für den Umbau incl. Inspektion: 150,- Euro (incl. MwSt)

Marshall Class5

Man meint immer 5 Watt seien nicht laut. Von wegen! Der Marshall Class5 brüllt mit seiner einsamen EL84 so laut daß er nicht mehr als Bedroom-Amp durchgeht, zumindest bei den meisten Nachbarn :)

 

Ein regelbares Powersoak schafft Abhilfe:

Die Ausgangsleistung kann stufenlos bis auf null zurückgeregelt werden. Ein Kippschalter versetzt den Amp in Originalzustand wenn's mal laut sein muß.

 

Preis für den Umbau incl. Inspektion: 155,- Euro (incl. MwSt)

Fender Pro Junior

Der Pro Junior ist ein klasse Amp. Nicht nur für zu Hause, auch in der Band reichen die 18 Watt meistens aus.

Ein paar kleine Veränderungen helfen ihm auf die Sprünge:

  • Die taiwanesischen Elkos machen die Bässe matschig und müssen ersetzt werden
  • V1 bekommt ein Hütchen, das reduziert Mikrophonie und schützt vor Einstreuungen
  • Eine NOS General Electrics 5751 bringt das Gain ein bisschen runter und macht den Ton wärmer und voller
  • Die Endstufenröhren bekommen ein Gummipolster in den Aluminiumbügel der sie festhält. Endlich klappert da nichts mehr.
  • Umbau auf Kathodenbias macht den Amp Tweediger, bringt ein bisschen mehr kompression und spart Geld beim nächsten Röhrentausch. Es muß kein Bias mehr eingestellt werden.
  • Ein OFF/StandBy/On Schalter schont die Röhren in den Spielpausen. Diese Modifikation macht Sinn bei allen Röhrenverstärkern ohne Stand By Schalter, z.B. alle alten Orange und VOX, und OHNE ein Loch bohren zu müssen!
  • Das Captain Power Soak reduziert die Leistung stufenlos bis auf Null. Es wirkt quasi wie ein Master Volume und man kann dem Amp die Sporen geben ohne daß einem die Ohren abfallen. Per Schalter gibt's die volle Dröhnung. Und ein Anschluss für einen externen Speaker gibts auch gleich dazu.

Ich hab mir einen angeschafft und diese Änderungen eingebaut. Komm vorbei und vergleich ihn mit Deinem! Du wirst überrascht sein!

Koch Multitone II

Die Koch Amps aus Holland sind echte alternativen zu den althergebrachten Marken und bieten recht amtliche Sounds. Lediglich die chinesischen Vorstufenröhren sind nicht so der Bringer, eine 5751 (Clean) und einen Siemens ECC83 (Crunch und Lead) werten den Ton unglaublich auf. 

 

An diesem Exemplar sind wir noch ein bisschen weiter gegangen und haben die Endstufe modifiziert. Wie beim Captain Amp sind die Endstufenröhren jetzt umschaltbar:

  • Im Clean und im Lead Kanal läuft der Amp mit einer Kombination aus 6V6 und 6L6 und leistet 65 Watt.
  • Im Crunch Kanal werden die 6L6 abgeschaltet und man kann die 6V6 Endstufe mit 15 Watt in die Verzerrung fahren.

Das Voicing des Crunch Kanals ist den Köchen allerdings ein bisschen daneben geraten und wurde hier weniger mittenlastig und mit mehr Schub in den Bässen modifiziert.

 

Warum der interne Federhall bei Benutzung des parallelen Einschleifweges nicht mehr funktioniert leuchtet auch nicht auf den ersten Blick ein. Ein Zusätzliches Poti auf der Rückwand löst dieses Problem.

Captain Tube Rectifier Emulator [CTRE]

Unabdingbar für DEN Bluestone: Die Gleichrichterröhre

Sie bewirkt durch ihren Innenwiderstand ein Einbrechen der Versorgungsspannung wenn der Amp beim Anschlagen der Saiten plötzlich viel Leistung liefern soll. Das ergibt diese schöne Kompression, der Ton wächst quasi an und hat scheinbar unendliches Sustain.

Leider haben nicht alle Amps diese Röhre. Und eine Nachrüstung ist sehr aufwändig da die 5V~ Heizspannung fehlt und ein extra Heiztrafo benötigt wird.

 

Aber jetzt gibts den Captain Tube Rectifier Emulator [CTRE]

Hier als Prototyp im Captain JTM45 Amp

Die Simulierung einer Gleichrichterröhre. Kann in (fast) jeden Röhrenverstärker mit ClassAB eingebaut werden und erzeugt diese feine Kompression beim Anschlag in Verbingung mit früherer Endstufensättigung und Leistungsreduzierung.

(Bei Single Ended und reinen ClassA Amps hilft das nicht viel weil der Strom fast gleich ist im Leerlauf und bei Vollast, also nur sehr wenig Kompression.)

 

Dabei wird auch der Bias der Endstufenröhren angepasst (Wichtig!).

 

Mittels eines Schalters kann die CTRE ein- und ausgeschaltet werden:

Straight oder Emulate.

 

Das ganze funktioniert auch andersherum, wenn schon eine Glleichrichterröhre im Amp ist und man auf Diodengleichrichtung umschalten will um den Ton direkter und knalliger zu machen. Auch hier wird der Bias dann angepasst.

 

Preis: ab 110,- Euro (incl. MwSt) 

(incl. Inspection)